Номер 12, страница 86 - гдз по немецкому языку 11 класс учебник Бим, Лытаева

Немецкий язык (Deutsch), 11 класс учебник (lehrbuch), авторы: Бим Инесса Львовна (Bim I), Лытаева Мария Александровна (Lytajewa M), издательство Просвещение, Москва

Авторы: Бим И. Л., Лытаева М. А.

Тип: lehrbuch (учебник)

Издательство: Просвещение

Уровень обучения: базовый

ISBN: 978-5-09-103577-3 (2023)

Допущено Министерством просвещения Российской Федерации

Lektion 5. Forschen und Erfinden - номер 12, страница 86.

№12 (с. 86)
Условие. №12 (с. 86)
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Немецкий язык (Deutsch), 11 класс учебник (lehrbuch), авторы: Бим Инесса Львовна (Bim I), Лытаева Мария Александровна (Lytajewa M), издательство Просвещение, Москва, страница 86, номер 12, Условие
Немецкий язык (Deutsch), 11 класс учебник (lehrbuch), авторы: Бим Инесса Львовна (Bim I), Лытаева Мария Александровна (Lytajewa M), издательство Просвещение, Москва, страница 86, номер 12, Условие (продолжение 2)

12 a) Wie war das Leben vor 100 Jahren in Deutschland? Lesen Sie den Text und teilen Sie ihn in Abschnitte. Betiteln Sie jeden Abschnitt.

Kindheit vor 20 Jahren

Vor 100 Jahren gab es nur einige reichere und viele arme Familien. Die wenigen Kinder, deren Väter Ärzte, Unternehmer oder Rechtsanwälte waren, waren einigermaßen gut versorgt. Den Kindern von Arbeitern und Tagelöhnern aber ging es häufig schlecht.

Viele von ihnen waren nun Halbwaisen, weil ihre Väter im Krieg gestorben waren. Sie standen jetzt mit ihren Müttern allein da. Die Mütter bekamen etwas Geld vom Staat, aber das reichte häufig kaum aus. Sie versuchten, etwas zu verdienen, indem sie in Fabriken arbeiteten oder zu Hause bis spät in die Nacht Näharbeiten für andere erledigten. Oft halfen die Kinder ihren Müttern. Manche Kinder bekamen ihre einzige richtige Mahlzeit am Tag in der Schule, wo Essen ausgegeben wurde. Daher waren diese Kinder sehr schwach und oft krank.

Die Wohnungen in der Stadt waren meist eng und dunkel. Die Kinder dort hatten kein eigenes Kinderzimmer, viele schliefen sogar mit ihren Geschwistern in einem Bett. Deshalb begannen die deutschen Politiker, neue, helle Häuser in den Städten bauen zu lassen.

Auch Vereine wollten den Kindern helfen. Sie boten Fußballtraining an, außerdem Wandern und Gymnastik. Das wurde damals gerade modern. Schulkinder aus der Stadt durften im Sommer auch für einige Wochen aufs Land fahren. Dort sollten sie sich erholen und mehr zu essen bekommen.

Damals gab es noch keine Fernseher, geschweige denn Handys und Internet. Aber die Kinder gingen ins Kino. Die Filme waren allerdings noch schwarz-weiß, und es sprach darin auch niemand. Die Tonaufnahme beim Film wurde gerade erst erfunden, ebenso die farbigen Bilder.

Bücher gab es natürlich schon. Beliebt waren sogenannte Groschenhefte, die so hießen, weil sie sehr billig waren. Darin standen zum Beispiel spannende Geschichten über Gangster. Manche Erwachsene hatten Angst, Kinder würden dadurch auf schlechte Gedanken kommen – so wie sie das heute über einige YouTube-Videos, die viele Klamotten wie heute hatten, Kinder damals nicht. In den Schränken hingen oft nur zwei Sachen für den Sommer und zwei für den Winter. Für den Sonntag besaßen Kinder extra Hosen oder Kleider, die sie nur in der Kirche anzogen. Damals trugen Mädchen immer Röcke, sie wären nie auf die Idee gekommen, eine Hose anzuziehen. Dafür fingen sie an, sich die Zöpfe abzuschneiden. Ihre neue Trendfrisur nannte sich Bubikopf. Sie kam aus Amerika und war ein Zeichen dafür, dass Mädchen und Frauen die gleichen Rechte haben wie Jungs und Männer.

Langsam wurde das Leben bunter. Die Jahre nach 1920 gelten heute als eine Zeit, in der Deutschland aufblühte. Die Menschen verdienten wieder mehr Geld. Neue Fabriken wurden gebaut, berühmte Bilder wurden gemalt, rauschende Feste wurden gefeiert. Allen ging es wieder besser.

b) Lesen Sie die Aussagen. Welche Informationen sind richtig (1), falsch (2) oder Text sagt dazu nichts (3)?

1. Damals gab es die gleiche Zahl von armen und reichen Familien.

2. Im Land gab es weniger Frauen als Männer.

3. Die Kinder durften nicht arbeiten, darum lernten sie in den Schulen.

4. Das Land erlebte starke Inflation, darum konnten die Menschen nichts kaufen.

5. Gerade zu jener Zeit begann der Staat kostenlose Wohnungen den Familien zu vergeben.

6. Viele Familien zogen aus der Stadt aufs Land um.

7. Die Vereine halfen den Kindern und erteilten kostenlosen Unterricht.

8. Die einzige Unterhaltung für Kinder war das Fernsehen.

9. Groschenhefte waren beliebte und billige Bücher.

10. Mädchen begannen auch in die Schule eine Hose zu tragen.

11. In den Schulen wurden Mädchen und Jungen getrennt unterrichtet.

12. In den 1920-er Jahren lebten die Menschen noch schlechter.

c) Ordnen Sie die Begriffe der richtigen Zeit in der Tabelle zu. Einige Begriffe passen zu den beiden Spalten.

Groschenheft Griffel Holzbanke Schiefertafel Rucksack

Auto Flugzeug Smartboard Kutsche Brettspiele Tablet

Stuhl Rollstuhl Kugelschreiber Handy Ranzen Spielkonsole

Roboter Fließband schwarz-weiß Kino farbig Spülmaschine

FRÜHER HEUTE

d) Wie lebten die Menschen in Russland in der 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts? Was war ähnlich und welche Unterschiede gab es?

Решение. №12 (с. 86)

а) Как выглядела жизнь в Германии 100 лет назад? Прочитайте текст и разделите его на части. Озаглавьте каждую часть.

Ответ:

Abschnitt 1: Soziale Ungleichheit (Социальное неравенство)

Vor 100 Jahren gab es nur einige reichere und viele arme Familien. Die wenigen Kinder, deren Väter Ärzte, Unternehmer oder Rechtsanwälte waren, waren einigermaßen gut versorgt. Den Kindern von Arbeitern und Tagelöhnern aber ging es häufig schlecht.

Abschnitt 2: Die Folgen des Krieges (Последствия войны)

Viele von ihnen waren nun Halbwaisen, weil ihre Väter im Krieg gestorben waren. Sie standen jetzt mit ihren Müttern allein da. Die Mütter bekamen etwas Geld vom Staat, aber das reichte häufig kaum aus. Sie versuchten, etwas zu verdienen, indem sie in Fabriken arbeiteten oder zu Hause bis spät in die Nacht Näharbeiten für andere erledigten. Oft halfen die Kinder ihren Müttern. Manche Kinder bekamen ihre einzige richtige Mahlzeit am Tag in der Schule, wo Essen ausgegeben wurde. Daher waren diese Kinder sehr schwach und oft krank.

Abschnitt 3: Wohnverhältnisse und Freizeit (Жилищные условия и досуг)

Die Wohnungen in der Stadt waren meist eng und dunkel. Die Kinder dort hatten kein eigenes Kinderzimmer, viele schliefen sogar mit ihren Geschwistern in einem Bett. Deshalb begannen die deutschen Politiker, neue, helle Häuser in den Städten bauen zu lassen. Auch Vereine wollten den Kindern helfen. Sie boten Fußballtraining an, außerdem Wandern und Gymnastik. Das wurde damals gerade modern. Schulkinder aus der Stadt durften im Sommer auch für einige Wochen aufs Land fahren. Dort sollten sie sich erholen und mehr zu essen bekommen.

Abschnitt 4: Unterhaltung und Medien (Развлечения и медиа)

Damals gab es noch keine Fernseher, geschweige denn Handys und Internet. Aber die Kinder gingen ins Kino. Die Filme waren allerdings noch schwarz-weiß, und es sprach darin auch niemand. Die Tonaufnahme beim Film wurde gerade erst erfunden, ebenso die farbigen Bilder. Bücher gab es natürlich schon. Beliebt waren sogenannte Groschenhefte, die so hießen, weil sie sehr billig waren. Darin standen zum Beispiel spannende Geschichten über Gangster. Manche Erwachsene hatten Angst, Kinder würden dadurch auf schlechte Gedanken kommen — so wie sie das heute über einige YouTuber denken.

Abschnitt 5: Kleidung und Mode (Одежда и мода)

So viele Klamotten wie heute hatten Kinder damals nicht. In den Schränken hingen oft nur zwei Sachen für den Sommer und zwei für den Winter. Für den Sonntag besaßen Kinder extra Hosen oder Kleider, die sie nur in der Kirche anzogen. Damals trugen Mädchen immer Röcke, sie wären nie auf die Idee gekommen, eine Hose anzuziehen. Dafür fingen sie an, sich die Zöpfe abzuschneiden. Ihre neue Trendfrisur nannte sich Bubikopf. Sie kam aus Amerika und war ein Zeichen dafür, dass Mädchen und Frauen die gleichen Rechte haben wie Jungs und Männer.

Abschnitt 6: Der Aufschwung (Подъём)

Langsam wurde das Leben bunter. Die Jahre nach 1920 gelten heute als eine Zeit, in der Deutschland aufblühte. Die Menschen verdienten wieder mehr Geld. Neue Fabriken wurden gebaut, berühmte Bilder wurden gemalt, rauschende Feste wurden gefeiert. Allen ging es wieder besser.

b) Прочитайте утверждения. Какая информация является верной (1), неверной (2) или в тексте об этом ничего не говорится (3)?

Ответ:

1. Falsch (2) – неверно

2. Text sagt dazu nichts (3) – в тексте не говорится

3. Falsch (2) – неверно

4. Text sagt dazu nichts (3) – в тексте не говорится

5. Text sagt dazu nichts (3) – в тексте не говорится

6. Falsch (2) – неверно

7. Text sagt dazu nichts (3) – в тексте не говорится

8. Falsch (2) – неверно

9. Richtig (1) – верно

10. Falsch (2) – неверно

11. Text sagt dazu nichts (3) – в тексте не говорится

12. Falsch (2) – неверно

c) Распределите понятия в таблице по соответствующему времени. Некоторые понятия подходят к обеим колонкам.

Ответ:

FRÜHER (РАНЬШЕ)HEUTE (СЕГОДНЯ)
Groschenheft, Griffel, Holzbänke, Schiefertafel, Kutsche, Fließband, schwarz-weiß, Rucksack, Auto, Flugzeug, Brettspiele, Stuhl, Rollstuhl, Ranzen, KinoSmartboard, Tablet, Kugelschreiber, Handy, Spielkonsole, Roboter, Spülmaschine, farbig, Rucksack, Auto, Flugzeug, Brettspiele, Stuhl, Rollstuhl, Ranzen, Kino

d) Как жили люди в России в 20-е годы 20-го века? Что было похожего и какие были различия?

Ответ:

In den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts war das Leben in Russland, damals schon die Sowjetunion, auch sehr schwer, vielleicht sogar schwerer als in Deutschland.
Ähnlich war:
- Beide Länder haben sehr unter dem Ersten Weltkrieg gelitten. Viele Kinder wuchsen ohne Vater auf.

- Es herrschte große Armut und Hunger, besonders am Anfang der 20er-Jahre.

- Es gab neue kulturelle und soziale Ideen. Frauen kämpften für mehr Rechte, obwohl das in Russland durch die neue kommunistische Regierung anders vorangetrieben wurde.
Unterschiedlich war:
- In Russland gab es nach dem Weltkrieg noch einen langen Bürgerkrieg, der das Land zusätzlich verwüstete.

- Die Regierung war komplett anders. Deutschland war eine Republik, aber Russland wurde eine kommunistische Diktatur. Privateigentum wurde abgeschafft.

- Während in Deutschland die Wirtschaft kapitalistisch blieb, wurde in Russland versucht, eine komplett neue kommunistische Wirtschaft aufzubauen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Menschen in beiden Ländern nach dem Krieg litten, aber die politischen und gesellschaftlichen Wege, die sie gingen, sehr unterschiedlich waren.

Перевод:
В 20-е годы 20-го века жизнь в России, тогда уже Советском Союзе, была также очень тяжелой, возможно, даже тяжелее, чем в Германии.
Что было похожего:
- Обе страны очень пострадали от Первой мировой войны. Многие дети росли без отцов.

- Царили большая бедность и голод, особенно в начале 20-х годов.

- Появились новые культурные и социальные идеи. Женщины боролись за большие права, хотя в России это продвигалось иначе новым коммунистическим правительством.
Различия:
- В России после мировой войны была еще долгая гражданская война, которая дополнительно разорила страну.

- Правительство было совершенно другим. Германия была республикой, а Россия стала коммунистической диктатурой. Частная собственность была упразднена.

- В то время как в Германии экономика оставалась капиталистической, в России пытались построить совершенно новую, коммунистическую экономику.
В общем, можно сказать, что люди в обеих странах страдали после войны, но политические и общественные пути, которыми они пошли, были очень разными.

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