номер 6, страница 87 - гдз по немецкому языку 10 класс (horizonte) учебник Аверин, Бажанов

Немецкий язык (Deutsch), 10 класс учебник (lehrbuch), авторы: Аверин Михаил Михайлович (Awerin М), Бажанов Александр Евгеньевич, Фурманова София Львовна, Джин Фридерике (Jin Friederike), Рорман Лутц (Rohrmann Lutz), Михалак Магдалена (Michalak Magdalena), Фосс Уте (Voß Ute), издательство Просвещение, Москва, 2019

Авторы: Аверин М. М., Бажанов А. Е., Фурманова С. Л., Джин Ф., Рорман Л., Михалак М., Фосс У.

Тип: lehrbuch (учебник)

Серия: horizonte (Горизонты)

Издательство: Просвещение, Cornelsen

Год издания: 2019 - 2026

Уровень обучения: базовый и углублённый

Цвет обложки: фиолетовый, голубой

ISBN: 978-5-09-103585-8 (2023)

Допущено Министерством просвещения Российской Федерации

Второй иностранный язык

10. Gesundheit - номер 6, страница 87.

№6 (с. 87)
Условие. №6 (с. 87)
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Gehirndoping und Gehirndesign

Interviewer: Frau Professor Dr. Gülich, es wird immer mehr über chemische Mittel geforscht, die die geistige Leistungsfähigkeit unseres Gehirns verbessern können. Man spricht von Gehirndoping oder auch Gehirndesign. Können Sie uns genauer erklären, um welche Mittel es da eigentlich geht?

Prof. Dr. Gülich: Das sind meistens Medikamente, die eigentlich für andere Krankheiten entwickelt worden sind. Es gibt zum Beispiel Wachmacher, die eigentlich für eine bestimmte Form der Schlafkrankheit, die Schlaflähmung, eingesetzt werden. Die Wirkung ist, dass man zum Beispiel eine ganze Nacht wach bleiben und arbeiten kann, ohne müde zu werden.

Das kann natürlich ein Vorteil sein, wenn man eine dringende Arbeit für einen bestimmten Termin fertig machen muss. Dann kann man sich durch dieses Medikament zusätzliche Zeit verschaffen.

Ein anderes Mittel ist geeignet, die Konzentration zu erhöhen. Das kann natürlich Vorteile in einer Prüfung verschaffen. Es gibt auch Mittel, die die Persönlichkeit verändern. So kann zum Beispiel ein ängstlicher Mensch, der ein bestimmtes Medikament nimmt, ohne Probleme einen Vortrag vor einem großen Publikum halten.

Oder es gibt auch stimmungsaufhellende Medikamente. Wenn ich diese Medikamente nehme, bin ich entspannt und gut gelaunt.

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Risiken von Gehirndoping

Interviewer: Laut einer aktuellen Studie, die an der Universität Mainz durchgeführt wurde, wären die meisten deutschen Schüler und Studenten bereit, diese Medikamente zu nehmen, allerdings nur, wenn sie keine Nebenwirkungen hätten. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Prof. Dr. Gülich: Also erstens muss man sagen, dass diese Medikamente noch nicht wirklich schlau machen. Das zu behaupten wäre noch völlig übertrieben. Die Schüler und Studenten sollten sich nicht zu viel davon versprechen. Ich kann vielleicht eine ganze Nacht wach bleiben und arbeiten, aber es ist noch nicht gesagt, dass diese Arbeit dann auch besonders gut ist.

Und zweitens haben die heutigen Medikamente noch deutliche Nebenwirkungen, beziehungsweise die Nebenwirkungen sind noch nicht so gut erforscht, sodass wir nicht wissen, welche Nebenwirkungen insgesamt sie haben könnten. Es ist also eine riskante Sache, wenn man diese Medikamente nimmt. Man ist sozusagen Versuchskaninchen für die Erforschung der möglichen Nebenwirkungen.

Denn es gibt Nebenwirkungen, die man sofort merkt, man bekommt zum Beispiel Kopfschmerzen, es gibt aber auch Langzeitwirkungen. Um diese Langzeitwirkungen zu erforschen, brauchen wir Zeit.

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Zukunft des Gehirndopings

Interviewer: Nehmen wir einmal an, in 20 Jahren gibt es Medikamente, die keine oder kaum Nebenwirkungen haben. Gibt es dann Argumente gegen diese Mittel? Es gibt viele Kritiker, die diese Eingriffe grundsätzlich ablehnen und die in diesen Medikamenten Gefahren für den Einzelnen und die Gesellschaft sehen. Warum eigentlich? Was soll schlecht daran sein, wenn ich mir auf diesem Wege zu mehr Intelligenz verhelfe, wenn ich die Eigenschaften bekommen kann, die ich haben möchte und brauche?

Prof. Dr. Gülich: Das ist nicht so einfach. Es gibt Kritiker, die sagen, dass diese Eingriffe in unser Gehirn auch unsere Persönlichkeit verändern und dass wir damit nicht mehr authentisch, nicht mehr echt sind. Sie argumentieren so, dass sie sagen zum Beispiel: Schüchternheit ist ja keine schlechte Eigenschaft. Es gibt eben schüchterne und weniger schüchterne Menschen. Das gehört zu ihrer Persönlichkeit.

Wenn ich eine Pille nehme und nicht mehr schüchtern bin, dann bin ich nicht mehr ich selbst, dann bin ich eine andere Persönlichkeit. Aber das Argument ist nicht stichhaltig. Denn wir verändern uns immer. Wir lernen neue Verhaltensweisen dazu. Ein Schüchterner trainiert vielleicht sein Verhalten und lernt auch ohne Medikamente, eine Rede vor Publikum zu halten. Dann hat er auch seine Persönlichkeit verändert. Ist das schlecht? Das würde wahrscheinlich niemand sagen.

Und warum sollte man diesen Effekt anstatt durch Training nicht auch durch Medikamente erzielen? Wenn jemand dadurch glücklicher ist, warum sollte das schlechter sein?

Interviewer: Sie haben diese Medikamente jetzt sehr positiv dargestellt. Sehen Sie denn selbst auch Gefahren, die mit diesen Mitteln verbunden sein könnten?

Prof. Dr. Gülich: Ich sehe die Gefahr eher darin, dass diese Mittel dazu führen können, dass wir die Menschen nicht mehr ernst nehmen. Stellen Sie sich den einfachen Fall vor: Ein kleines Kind, vielleicht drei oder vier Jahre, kommt zu seiner Mutter, es ist traurig und weint, weil es mit seinem Freund gestritten hat. Heute würde die Mutter es trösten. In 20 Jahren kann sie ihm dann eine Pille geben und das Kind ist nicht mehr traurig und spielt weiter.

Wir könnten also für jede Situation, in der es ein Problem geben könnte, eine Pille bereit haben. Eine Pille zum Wachbleiben, eine Pille zum intelligenter werden, eine Pille für die gute Stimmung und so weiter.

Dazu kommt noch, dass es auch einen sozialen Druck geben könnte, diese Medikamente zu nehmen. Wenn es möglich ist, durch Medikamente länger wach zu bleiben, dann könnten die Arbeitszeiten in Firmen verlängert werden. Und jeder Einzelne wäre dann gezwungen, das wachmachende Medikament zu nehmen, weil er sonst die Arbeitsnorm nicht erfüllen könnte. Dann ist es keine freie Entscheidung des Einzelnen mehr, sondern ein Gruppenzwang. Das sehe ich als große Gefahr für die individuelle Freiheit.

Interviewer: Wie beurteilen Sie die zukünftige Forschung und Entwicklung?

Prof. Dr. Gülich: Ich denke, dass wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in der Forschung schnell vorankommen werden und dass es viele solcher Medikamente geben wird. Der entscheidende Punkt ist für mich, dass wir lernen, mit diesen Mitteln umzugehen. Dafür muss die Wissenschaft die Gesellschaft informieren und wir müssen in der Gesellschaft diskutieren, welche Regeln wir wollen, wie wir die Vorteile nutzen können, ohne uns gleichzeitig zu schaden.

Interviewer: Vielen Dank für das Gespräch.

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Немецкий язык (Deutsch), 10 класс учебник (lehrbuch), авторы: Аверин Михаил Михайлович (Awerin М), Бажанов Александр Евгеньевич, Фурманова София Львовна, Джин Фридерике (Jin Friederike), Рорман Лутц (Rohrmann Lutz), Михалак Магдалена (Michalak Magdalena), Фосс Уте (Voß Ute), издательство Просвещение, Москва, 2019, страница 87, номер 6, Условие Немецкий язык (Deutsch), 10 класс учебник (lehrbuch), авторы: Аверин Михаил Михайлович (Awerin М), Бажанов Александр Евгеньевич, Фурманова София Львовна, Джин Фридерике (Jin Friederike), Рорман Лутц (Rohrmann Lutz), Михалак Магдалена (Michalak Magdalena), Фосс Уте (Voß Ute), издательство Просвещение, Москва, 2019, страница 87, номер 6, Условие (продолжение 2)

6 Ein Interview

a Vorbereitung: Arbeiten Sie in Gruppen mit einem Wörterbuch. Erklären Sie die folgenden Begriffe aus ihren Bestandteilen.

Neben • wirkung

Lang • zeit • wir • kungen

sozialer Druck/Gruppen • zwang

stimmungs • aufhellende Medikamente

Versuchs • kaninchen

42 b Hören Sie den ersten Teil des Interviews. Worum geht es? Welche Beispiele nennt Professor Gülich? Erklären Sie.

die Stimmung aufhellen • Wachmacher • die Konzentration erhöhen • die Persönlichkeit verändern

43 c Hören Sie den zweiten Teil und entscheiden Sie für Sätze 1–5: richtig (r), falsch (f) oder Text sagt dazu nichts (–). Schreiben Sie in Ihr Heft.

1. Die Medikamente sind zur Leistungssteigerung geeignet.

2. Professor Gülich empfiehlt Schülern die Medikamente zur Leistungssteigerung.

3. Die Nebenwirkungen der Medikamente sind gut erforscht.

4. Die Medikamente haben, wenn man sie längere Zeit nimmt, negative Auswirkungen auf unseren Körper.

5. Die Auswirkungen der Medikamente auf unser Gehirn sind bekannt.

44 d Hören Sie den dritten Teil des Interviews. Beantworten Sie die Fragen und sprechen Sie darüber.

1. Kritiker sagen: Die Medikamente sind Eingriffe ins Gehirn, die unsere Persönlichkeit verändern. Was sagt Professor Gülich zu dieser Kritik?

2. Welche Gefahren sieht Professor Gülich in diesen Medikamenten?

3. Welches Fazit zieht Professor Gülich?

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